Solo-Theater mit Kai Christian Moritz
Bald ruh' ich wohl - Eichmanns letzte Nacht Von Andreas Gruhn, Dreimaskenverlag München Das Stück In der Nacht vor seiner Hinrichtung in Israel blickt Eichmann zurück: das Leben eines der vielen Deutschen kleinbürgerlicher Herkunft, die mit den Nazis Karriere machten, die das Prinzip von Befehl und Gehorsam verinnerlicht hatten, die den Eid auf den Führer über ihr Gewissen und das eigene Leben stellten. ‘Ich bin kein Unmensch’, sagt er, er scheide in Frieden und schuldlos aus der Welt. Momente, die Abscheu wecken, wechseln mit dem Gefühl, einen nicht unkultivierten Mann und liebevollen Vater vor sich zu haben. Aber wer war er? Theaterstück von Andreas Gruhn; inszeniert und dargestellt von Kai Christian Moritz Mit Einführung durch NadineDocktor und Dirk Belad (Fritz Bauer Institut Frankfurt) Gedenkveranstaltung 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs Kostenfreie Eintrittskarten über die Theaterkasse des Stadttheaters Aschaffenburg erhältlich (www.stadttheater-aschaffenburg.de). In Kooperation mit: Stadt Aschaffenburg, KEB im Bistum Würzburg e.V.Katholische Akademie Domschule Würzburg Der Schauspieler: Kai Christian Moritz Der britisch-deutsche Künstler Kai Christian Moritz wurde in Bonn geboren, wuchs auf in Deutschland und dem Vereinigten Königreich und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Neuen Schauspielschule in München. Daneben erhielt er Gesangsunterricht bei Harriet Elger und Peter Pöppel und war Mitglied im Chor der Philharmonie München u.a. bei James Levine. Nach Schauspielengagements in München, Esslingen und Konstanz war er von der Spielzeit 2005-2015 festes Ensemblemitglied am Mainfranken Theater Würzburg, wo er als Mozart in Peter Shaffers Amadeus (Regie Hermann Schneider) sein Debüt gab. Für die Rolle des Cal in Bernard-Marie Koltès‘ Der Kampf des Negers und der Hunde (Regie Axel Stoecker) wurde er mit dem Darstellerpreis der 27. Bayerischen Theatertage in Coburg ausgezeichnet. Im Dezember 2009 erhielt Kai Christian Moritz den Theaterpreis Würzburg des hiesigen Theaterfördervereins. 2011 folgte ein Stipendium zum Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens. 2014 gewann er erneut den Publikums Preis der Bayerischen Theatertage für seine gefeierte Darstellung des Faust (Regie: Nele Neitzke). Seit 2015 arbeitet er als freischaffender Künstler. Hier führte ihn u.a. die Regie nach Israel, wo er beim Jerusalemfestival seine Opernproduktion Refidim-Junction präsentierte. Darüber hinaus betätigt er sich als Sprecher und steht vor der Kamera. 2017/18 war er mit Eric-Emmanuel Schmitts „Trilogie des Unsichtbaren“ unterwegs, in der er große Weltreligionen unkonventionell präsentierte. Monsineur Ibrahim und „Die Blumen des Koran“, Milarepa und „Die Nacht der Ölbäume“. 2018 hat er sich zusammen mit seinem pianistischen Begleiter und Freund Ulrich Pakusch erneut der Winterreise von Franz Schubert gewidmet. Nachdem er 2016 erneut das Studium der Theologie aufgenommen hat, widmete er sich im Jahr 2019 dem Großprojekt aller 4 Evangelien. Vier Farben Jesus. An vier Abenden wurden jeweils ein Evangelium als Monolog gezeigt. Beginnend mit dem kompletten Evangelium nach Markus. Seit 2022 ist er Oberspielleiter am Theater Chambinzky in Würzburg. Seine rege Inszenierungstätigkeit dort findet im November 2023 ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Inszenierung von Venus im Pelz. |
Kursnr. | F251-01024 |
Beginn | Do., 08.05.2025, 19:30 - 22:00 Uhr |
Veranstaltungsort | Stadttheater Aschaffenburg, Schloßgasse 8, 63739 Aschaffenburg |
Kosten | kostenfrei |
Referent*in(en) |
Kursort
Stadttheater Aschaffenburg
Schloßgasse 863739 Aschaffenburg